„Amanda“ von Sophie Nuglisch

~ REZI ZEIT ~

[ REZENSIONSEXEMPLAR ]

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Wie viel kann eine Mutter verkraften, um ihr Kind zu schützen? Kasia ist gerade erst von zu Hause ausgezogen, als sie auf dem Heimweg überfallen und vergewaltigt wird. Knapp neun Monate später trifft sie erneut auf den Täter, Arto, der auch der Vater ihres ungeborenen Kindes ist. Arto beschließt eine Familie mit Kasia und ihrer Tochter gründen zu wollen. Er macht ihr Angst, droht und setzt sie massiv unter Druck. Hat Kasia überhaupt eine Wahl? Wird sie die Wahrheit über diese eine, alles verändernde Nacht ans Licht bringen? Und was ist das Beste für ihre Tochter, für Amanda? Pressetext: Liebe und Hass. Angst und Wut. Schmerz und Glück. All diese Gefühle verschmelzen in diesem Buch miteinander. Nichts ist eindeutig, alles ist möglich. Als Mutter hat man nur ein Ziel vor Augen – das Glück und Wohlergehen des eigenen Kindes. Dafür stellt eine Mutter ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund, gibt vieles auf, nimmt einiges in Kauf. Doch wie viel ist erträglich? Wo liegen die Grenzen zwischen Mutterliebe und Selbstzerstörung?

>> FAZIT: 4/ 5 STERNE <<
…dunkle & düsterer Geschichte, schockierend und herzzerreißend…

Das Cover düster, sticht mit den zwei Protagonisten in den roten Akzenten sowie dem dunklen Hintergrund hervor.

Die Geschichte beginnt mit einem schrecklichen, brutalen als auch traumatisierendem Ereignis, das einem sofort unter die Haut geht und die Protagonistin ans Herz wachsen lässt.

Ich warne euch direkt vor das Werk ist nichts für sanfte Gemüter oder schwache Nerven, es steckt voller brutaler Gewalt und Zerstörung. Besonders die sexuellen Szenen gehen über das Maß und lassen uns beim Lesen schon verzweifelt verstört zurück und sprengen die mögliche Vorstellungskraft.

Wie geht es dann erst Kasia dabei ?!

Die Dunkelheit setzt einen zu und man verstrickt sich mit der Protagonistin in Angst und Schrecken, beeindruckt aber auch von ihrem Willen, ihrer Aufopferung und Liebe zu ihrer Tochter.

Die Dynamik innerhalb des Werkes wechselt zwischen Machtposition des Peinigers und Antagonisten, vermittelt wie terrorisiert ein Leben sein kann und erzeugen unerwartet ein kleines Licht der Hoffnung.

Das Werk bieten die verschiedensten Persönlichkeiten, die mit Gänsehaut packend am Geschehen teilhaben lassen, ihre Perspektiven ihre Gefühle offenbaren und schockieren.

Die Emotionen, die Gewalt zeigen keinen halt und verstricken in den Handlungsverlauf, bieten nicht nur den Beteiligten sondern auch dem Lesern ein spannungsgeladenes Gefühlschaos voller Dramatik.

Ich habe das Werk in einem Rutsch verschlungen, musste erst mit der Gewalt und dem Schicksal von Kasia außer einander setzen, es nachwirken, damit ich mit dem was mich am Ende der Geschichte schockieren erwartet hat.

Ich bleibe daher zutiefst betroffen, erschreckt und mit dem Ausgang entsetzt zurück muss aber erwähnen dass der Schreibstil leider nicht ganz meiner war, oft etwas passiv und daher nicht so intensiv empfand wie für den beschriebenen Moment gedacht war.

Die Autorin schreibt locker und leichten, als auch packend, gefühlvoll. Der Schreibstil, erschuf einen verzweifelten und dramatischen Handlungsstrang, der einen involviert und sehr bildlich die Brutalität beschreibt.

Wie ihr merkt bin ich Zwiegespalten, aber doch übermäßig aufgewühlt, so dass ich mitgerissen, nervenaufreibend involviert und ergriffen von der Geschichte von Kasia, der Gewalt, ihrer Angst und dem aufgeopferten Leben für das Glück und Wohl ihrer Tochter zurück.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag.

Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt.

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